Pressemitteilung (26.11.18) vom Kreisfeuerwehrband Dithmarschen

Löschwasser – immer noch besteht Diskussionsbedarf

St. Michaelisdonn – Die Löschwasserversorgung der Gemeinden und eine bessere Vorbereitung von zukünftigen Gruppenführern auf die Lehrgänge in Harrislee waren Thema bei einer Veranstaltung des Kreisfeuerwehrverbandes Dithmarschen. Mit Uwe Sobania (Brandschutzdienststelle des Kreises Dithmarschen) und Carsten Köster-Wittgrefe (Wehrführer der Feuerwehr Süderholm) wurden gleich zwei Referenten für diese Veranstaltung durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Klaus Vollmert eingeladen. In sechs Veranstaltungen wurden neben 140 Wehrführern und Stellvertretern auch 65 Bürgermeister zu diesen Themen informiert.


Die Löschwasserversorgung ist gem. Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit dem Brandschutzgesetz (BrSchG) Sache der Gemeinden und Städte. Im BauGB ist vorgesehen, dass für eine Zulässigkeit eines Bauvorhabens die Erschließung in jedem Fall gesichert sein muss. Eine derartige Erschließung umfasst eben auch die Versorgung mit Wasser für Löschzwecke.

Weiter ist im BauGB festgelegt, dass die Erschließung Aufgabe der Gemeinde ist. In der Landesbauordnung des Landes Schleswig-Holstein wird zudem gefordert, dass bauliche Anlagen so zu errichten und Instand zu halten sind, dass wirksame Löscharbeiten möglich sind. Grundsätzlich ist also die Versorgung mit Löschwasser, als Teil der Erschließung, Voraussetzung für eine Baugenehmigung. Hierzu wurde durch das Schleswig – Holsteinische Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten ein Erlass herausgegeben.

Der Erlass in seiner aktuellsten Fassung vom 22.08.2017 regelt für die unteren Bauaufsichten und die Gemeinden die rechtliche Grundlage im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens zur Bereitstellung und Ermittlung des notwendigen Löschwasserbedarfes.


Unter Anderem stellt der Erlass klar, dass zur Bemessung einer ausreichenden Löschwasserversorgung zur wirksamen Brandbekämpfung die DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) Arbeitsblätter W405, W331 und W400 als Arbeitshilfe dienen. Diese Arbeitsblätter ermöglichen die Ermittlung der erforderlichen Löschwassermenge für Objekte im Grundschutz. Auch der Radius des Umkreises um das betrachtete Gebäude, in dem die Löschwasserentnahmestellen für die Durchführung wirksamer Löscharbeiten herangezogen werden können, wird in dem Arbeitsblatt W405 definiert.

Maximal 300 Meter darf demnach eine Löschwasserentnahmestelle zu einem Gebäude entfernt liegen, um baurechtlich berücksichtigt zu werden. Dies sei nach Aussage von Uwe Sobania nicht mehr zeitgemäß. Sobania führt weiter aus, dass die heute verwendeten Baustoffe und Einrichtungsgegenstände einen erheblich höheren Anteil an Kunststoffen beinhalten würden. Damit einhergehend seien die Anteile an brennenden Materialien im Hausbau und die giftigen Bestandteile in den Verbrennungsgasen gestiegen. Die derzeit angewendeten Tabellen zur Ermittlung der erforderlichen Löschwassermengen aus den Arbeitsblättern des DVGW seien veraltet und würden diese Entwicklung nicht berücksichtigen, so Sobania weiter.

Auch die mögliche Entfernung einer Löschwasserentnahmestelle von 300 Metern stelle die Feuerwehren vor technische und personelle Herausforderungen. Eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen zur Löschwasserversorgung ist nach Meinung des Kreisbrandschutzingenieures unerlässlich. Eine durchaus sinnvolle Anpassung der Rechtslage sei die Reduzierung der maximalen Löschwasserentfernung zu Gebäuden. So schlägt Sobania eine Entfernung von nicht mehr als 75 Metern vor, in dessen Umkreis eine Löschwasserentnahmestelle einem Gebäude zugeordnet werden sollte.


Eine gültige rechtliche Grundlage für Forderungen an Löschwasserentnahmestellen in einem Umkreis von weniger als 300 m zu einem Gebäude ist in Schleswig-Holstein jedoch derzeit nicht bekannt.

(Quelle: KFV Dithmarschen)

 

Blick nach vorne - Jahreshauptversammlung 2018


Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr begrüßte Gemeindewehrführer Horst Günter Gromoll von 23 Aktiven 16 Mitglieder.

Als Gäste nahmen der Amtswehrführer Siegfried Annies, Amtsvorsteher & Bürgermeister Wilhelm Hollmann (Oesterdeichstrich) sowie der Bürgermeister Horst Häring (Warwerort), der Bürgermeister Helmuth Rolfs (Büsumer Deichhausen) und die Ehrenabteilung teil.

Nach dem Verlesen der letzten Niederschrift durch Schriftführerin Sabine Thomas, folgte der Jahresbericht vom Gemeindewehrführer. Die Wehr rückte 2017 zu insgesamt 13 Einsätzen aus. Zehn der Einsätze waren Technische Hilfeleistungen, unter anderem bei den Stürmen.

Einen neuen Kameraden konnte die Wehr auch begrüßen. Dieter Erhardt kam als pensionierter Berufsfeuerwehrmann dazu.

Danach standen Wahlen auf dem Programm, die teilweise geheim durchgeführt wurden.
Gewählt wurden zum Gruppenführer Patrick Rittau, Stellvertreter Thomas Schulz;
zur Kassenwartin Janin Rohwedder, Stellvertreter wurde Dieter Erhardt, sowie auch zum Stellvertreter des Atemschutz-Gerätewartes, außerdem wurde Dr. Biniam Samuel zum Schriftführer gewählt.

Da die Öffentlichkeitsarbeit immer mehr an Wert zunimmt, wurde auch hier eine Besetzung gesucht.
Zum Pressewart wurde der vorherschon zum Gruppenführer gewählte Rittau genannt und bestätigt.

Neuigkeiten gab es zur geplanten Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses nicht. Alle vorherigen Planungen wurden über Bord geworfen, da sie zu kostspielig waren. Gemeindewehrführer H.G. Gromoll, der Bürgermeister aus Warwerort und ein kleines Gremium der Feuerwehr haben eine neue Planung der Zuständigen Behörde (HFUK Nord) vorgelegt und soweit grünes Licht erhalten.
Man wolle aber erstmal das Amtsentwicklungskonzept abwarten, so der Amtsvorsteher Hollmann mit den Bürgermeistern Horst Häring und Helmut Rolfs.

Zum Schluss richteten die Gäste Grußworte an die Wehr und beglückwünschten alle Gewählten und bedankten sich für das ehrenamtliche Engagement.

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